26. November 2020

Die Arthrose gilt unter Medizinern als eine der einfacheren Erkrankungen des Menschen. Die Diagnose fällt nicht allzu schwer, auch die Beobachtung gestaltet sich einfach. Schwierigkeiten treten höchstens dann auch, wenn Therapien nicht mehr wirken und entschieden werden muss, welches operative Verfahren dem Patienten möglicherweise zur Linderung seiner Schmerzen verhelfen könnte. Vorher jedoch muss die Arthrose als solche erkannt werden – der Diagnoseprozess ist jedoch für den Patienten kein Grund zur Angst, da er in der Regel schmerzfrei und ohne unangenehme Methoden geschieht.

Der erste Verdacht

Den Verdacht auf eine Arthrose kann der Patient selbst entwickeln. Beschwerden eines Gelenks ohne andere Anzeichen deuten oft darauf hin, dass seine Funktion versagt und dass es die Belastung nicht mehr allzu lange tragen können wird. Vor allem dann, wenn die Arthrose häufiger am betroffenen Gelenk vorkommt, manifestiert sich der Verdacht. Der Arzt wird die Theorie dann aufbringen, wenn das Gelenk bei der ersten Untersuchung keinerlei Rötung, Schwellung oder deutlich intensivierten Schmerz bei der Bewegung gezeigt hat, was den Ausschluss einer Arthritis erforderlich gemacht hätte.

Klinische Untersuchung

Um den Verdacht der Arthrose zu manifestieren, wird anschließend eine klinische Untersuchung durch den Arzt durchgeführt. Dafür wird der Hausarzt in der Regel an einen Facharzt weiter verweisen, der die nötige Erfahrung hat und mögliche Komplikationen bereits frühzeitig erkennen kann. Im Rahmen dieser Untersuchungen werden vier wichtige Kriterien untersucht: Die Gelenkkontur, die Funktion, die Bandstabilität sowie die umgebende Muskulatur. In der Regel besteht die Untersuchung aus der Abtastung durch den Arzt sowie praktischen Bewegungsübungen, die aufzeigen, wie sich die Bewegung des Gelenks gestaltet.

Bildgebende Verfahren

Zur sicheren Diagnosestellung werden im Anschluss bildgebende Verfahren eingesetzt. Oftmals reicht bereits ein Röntgenbild des betroffenen Gelenks, aus dem hervorgeht, wie sich die Arthrose gestaltet und wie weit sie fortgeschritten ist. Möglicherweise kommen auch eine Computertomografie (CT) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) hinzu. Bei beiden wird ein Kontrastmittel intravenös verabreicht – wer Angst vor Nadeln oder Infusionen hat, sollte frühzeitig mit dem behandelnden Arzt absprechen, ob die Verfahren wirklich erforderlich sind. Vielleicht wäre es machbar, das CT und das MRT auch auszulassen oder dem Patienten zumindest mehr Zeit zu geben, sich an den Gedanken zu gewöhnen. Angst muss man jedoch nicht haben: Bevor das Kontrastmittel eingesetzt wird, wird ein Allergietest durchgeführt, sodass sicher nichts während der Untersuchung passieren kann.

Arthroskopie

Wenn festgestellt wird, dass die Arthrose mithilfe eines minimalinvasiven Eingriffs unterbunden werden könnte, wird eine Arthroskopie angeordnet. Dabei handelt es sich um einen kleinen Eingriff, bei dem das Gelenk visuell untersucht wird, bevor der Operateur eingreift. Dabei wird das Gelenk mit einer Flüssigkeit gefüllt und anschließend das Arthroskop eingeführt. Der Eingriff kann unter Lokalanästhesie durchgeführt werden, was in den meisten Fällen gemacht wird. Hat der Patient jedoch Angst vor dem Eingriff, kann er auch um eine Vollanästhesie bitten – dann bekommt er vom Geschehen nichts mehr mit und kann sich beruhigt auf den Eingriff einlassen. Die Arthroskopie oder Gelenkspiegelung wird meist vor einem minimalinvasiven Eingriff zur Eindämmung der Arthrose durchgeführt, um sich ein sicheres Bild des Gelenks zu verschaffen und möglichen Fehlern mit Sicherheit vorzubeugen. Gelegentlich führen Ärzte sie jedoch als Einzelmaßnahme durch, um den Schweregrad der Arthrose sicher bestimmen und über die weitere Behandlung entscheiden zu können.

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