21. March 2019

Die Arthrose ist als Gelenkerkrankung bekannt, die vor allem die Kniegelenke häufig betrifft. Die meisten bekannten Fälle, beispielsweise aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, beziehen sich bei vielen Menschen in der Tat auf das Knie, weshalb sie der Ansicht sind, es sei das einzige gefährdete Gelenk. Schließlich trägt es einen großen Teil des Körpergewichts des Menschen und leidet unter Belastungen wie alten Verletzungen oder Übergewicht besonders stark. Die Arthrose kann aber durchaus auch andere Gelenke betreffen – theoretisch kann jedes Gelenk im ganzen Körper betroffen sein.

Arthrose am Knie

Die Arthrose des Kniegelenks tritt bei jungen Erwachsenen und Personen in den mittleren Lebensjahren nahezu gar nicht auf. Selbst, wenn sie unter Übergewicht leiden – das Kniegelenk ist robust und hält mehrere Jahrzehnte aus, bevor es die ersten Anzeichen einer übermäßigen Belastung zeigt. Selbst alte Verletzungen gelten in den jungen Lebensjahren des Menschen sehr selten als Arthrose. Die Kniegelenksarthrose tritt meist erst in den späteren Lebensjahren in Erscheinung und manifestiert sich gelegentlich ab dem 40. Lebensjahr. Zur häufigen Erscheinung wird sie meist mit dem Rentenalter, gilt jedoch nicht als häufigste Form von Arthrose. Etwa ein Fünftel aller Fälle betrifft das Knie.

Arthrose an den Fingerendgelenken

Sehr viel häufiger sind in den Industrienationen die Fingerendgelenke des Menschen von der Arthrose betroffen. Bereits bei jungen Twens können erste Fälle auftauchen, auch wenn sie noch selten sind. Zusammenhängen könnte das mit der erhöhten Arbeitszeit am PC, die die älteren Generationen noch nicht kannten, aber auch mit dem allgemein starken Einsatz der Fingerendgelenke im alltäglichen Leben. Bereits ab dem 45. Lebensjahr unterliegen Männer und Frauen einem Risiko, an erkrankten Fingerendgelenken zu leiden. Ab dem Rentenalter gilt diese Form der Arthrose sogar als die häufigste. Etwa die Hälfte bis zwei Drittel aller Arthroseerkrankungen betreffen die Fingerendgelenke.

Arthrose der Mittelhand und des Handgelenks

Zur zweithäufigsten Form der Arthrose gehört der Gelenkverschleiß an der Mittelhand oder am Handgelenk. Die Hände sind in der Industriegesellschaft ein häufig genutztes Körperteil des Menschen – ganz gleich, in welchem Sektor man angestellt ist. Die produzierenden Unternehmen brauchen auch heute noch Mitarbeiter, die mit praktischem Einsatz bei der Arbeit sind. Viele Handgelenkarthrosen sind auf die Fabrikarbeit zurückzuführen, die in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg sogar noch präsenter war als heute. Als Belastungsfaktor werden allerdings auch die häufiger werdenden Bürojobs angesehen, die gelegentlich schon Twens und Mittdreißiger erkranken lassen. Mittelhand- und Handgelenkarthrosen treten in etwa so häufig auf wie die Arthrose des Kniegelenks, bei Frauen machen sie hingegen fast die Hälfte aller Erkrankungen aus.

Arthrose des Hüftgelenks

Das Hüftgelenk kann beispielsweise durch eine Hüftdysplasie von der Arthrose betroffen sein. Dabei verändert sich das Gelenk und verliert seine Stabilität, wodurch die Belastungsverhältnisse völlig umgeschichtet werden. Die gleiche Belastung wird nun von einer weitaus kleineren Knochenfläche getragen, wodurch die tragende Fläche natürlich stark gefährdet ist und sich mit großer Wahrscheinlichkeit abnutzen wird. Auf diese Weise entsteht schließlich eine Hüftgelenkarthrose. Sie tritt bei jungen Erwachsenen und Personen des mittleren Alters jedoch praktisch nicht auf, in diesen Altersgruppen tragen die Hüftgelenke die alltäglichen Belastungen noch. Relevant wird sie erst ab dem Rentenalter, auch wenn einige Fälle schon früher in Erscheinung treten können. Die Arthrose des Hüftgelenks macht aber auch dann nur ein Zehntel aller Fälle aus.

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