23. September 2020

In Deutschland leiden rund fünf Millionen Menschen an Arthrose. Es handelt sich dabei nicht nur um diejenigen Personen, die ein ganz normales Leben gelebt haben, viele von ihnen sind oder waren zumindest für einige Zeit sehr bekannt. Wenn die Diagnose Arthrose fällt, müssen auch bekannte Persönlichkeiten tiefgreifende Veränderungen ihres Lebensstils vornehmen. Dennoch sind sie eine Inspiration für alle anderen Arthrosepatienten, denn die meisten bekannten Personen haben es geschafft, ihr Leben umzukrempeln und eine neue Aufgabe zu finden, wenn sie die alte nicht mehr erfüllen konnten.

Georg Schwarzenbeck

Georg Schwarzenbeck war 1974 Fußballweltmeister und spielte bei Bayern München als Abwehrspieler. Im Alter von 33 Jahren hörte er mit dem Sport auf, noch bevor die ersten Beschwerden auftraten. Im Jahr 2001 unterzog er sich schließlich einer Operation des Hüftgelenks und erhielt eine künstliche Hüfte. Vor dem ersten Arztbesuch zögerte er allerdings sehr lange, da er zunächst nicht wahrhaben wollte, dass etwas mit der Hüfte nicht stimmte. Dadurch wurde die Operation überhaupt erst notwendig. Heute bereut Schwarzenbeck seine Entscheidung allerdings nicht und führt ein eigenes Schreibwarengeschäft fernab vom Sport.

Fritz Wepper

Der deutsche Schauspieler Fritz Wepper spielte in ZDF-Serien wie Derrick oder Um Himmels Willen in tragenden Rollen. Dass er inzwischen nicht mehr darin zu sehen ist, hat einen Grund: Wepper leidet an Coxarthrose, die die Hüfte betrifft. Er musste sich deswegen bereits einer Operation unterziehen und lebt inzwischen mit einem künstlichen rechten Hüftgelenk. Inzwischen probiert Wepper alternative Therapien aus, die die Beschwerden des noch verbliebenen Hüftgelenks lindern.

Siglinde Harreis-Langer

Die deutsche Fernsehmoderatorin und Journalistin Siglinde Harreis-Langer unterzog sich im Jahr 2000 einer Operation der Hüfte, die arthrotisch verändert war. Bekannt ist sie aus kleineren Fernsehshows, die vor allem einem älteren Publikum bekannt sein dürften. Bevor die Arthrose als Problem der Hüfte erkannt wurde, litt sie lange Zeit an erheblichen Schmerzen des Kniegelenks – Akupunktur, Massagen und ähnliche Methoden halfen ihr jahrelang nicht. Erst der Besuch eines erfahrenen Facharztes brachte das gewünschte Ergebnis und sorgte dafür, dass sie die richtige Behandlung in Form einer neuen Hüfte erhielt. Harreis-Langer starb im Jahre 2008 – allerdings an einer Krebserkrankung, arthrotische Beschwerden hatte sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr.

Bernhard Brink

Bernhard Brink ist bereits seit den 70er Jahren ein bekannter Schlagerstar und hatte das Glück, in einem Feld tätig zu sein, dem die Arthrose nichts anhaben konnte. Er leidet an einer Arthrose des Kniegelenks und hat wie viele andere Patienten die erste Operation bereits hinter sich. Seitdem geht es ihm allerdings deutlich besser und er betreibt aktive Aufklärungsarbeit für alle anderen Arthrosepatienten, in der er sie darüber unterrichtet und informiert, wie sie nach der OP für Schmerzfreiheit sorgen können. Neben sportlicher Betätigung, um die Muskeln des Knies fit zu halten, unterzieht er sich derzeit selbst einer Orthokin-Therapie. Dabei werden Proteine aus dem Blut des Patienten genommen, um daraus einen individuellen, genau passenden Wirkstoff zu entwickeln. Dieser wird direkt ins Kniegelenk gespritzt, was einmal pro Jahr wiederholt werden muss. Auf diese Weise schafft es Brink, selbst schmerzfrei zu bleiben und seine musikalische Karriere weiterhin zu verfolgen

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