20. January 2019

Gelenkbeschwerden sind sicherlich den meisten Menschen bekannt. Sie können sich als leichtes, ziehendes oder pochendes Gefühl in jedem Gelenk äußern, es kann sich aber auch um erhebliche Schmerzen handeln. Viele Menschen denken bei Gelenkschmerzen an eine beginnende Arthrose, da ihr Hauptsymptom Schmerzen im betroffenen Gelenk sind. Allerdings muss nicht jeder Schmerz auf eine Arthrose zurückzuführen sein – oft kann man selbst darüber entscheiden, wann es sich um unerhebliche Beschwerden oder erhebliche Probleme handelt.

Was verursacht Gelenkbeschwerden?

Gelenkschmerzen in leichter Form können verschiedene Ursachen haben. Einige Menschen sind schlichtweg wetterfühlig und reagieren empfindlich auf kaltes, nasses Wetter – wenn sie längere Zeit draußen verbracht haben, schmerzen verschiedene Gelenke. Auch eine temporäre starke Belastung kann sich auf die Gelenke auswirken und dafür sorgen, dass sie leichte Beschwerden verursachen. Wer beispielsweise mehr am PC getippt hat, als er gewohnt ist, kann dies noch Tage danach in Fingern, Armen und Schultern spüren. Selbst anstrengender Sport gilt als mögliche Ursache – wer sich stärker belastet hat, als er sollte, oder ungünstig gefallen ist, kann noch einige Tage und Wochen nach dem Sport Gelenkschmerzen haben. All das sind noch keine erheblichen Probleme und auch kein Grund, einen Arzt aufzusuchen.

Was tun, wenn die Schmerzen nicht verschwinden?

Gelegentlich verschwinden Gelenkbeschwerden nicht von alleine oder bleiben sogar konstant so, wie sie bei ihrer Entstehung waren. Das ist immer ein Warnsignal und sollte vom Arzt abgeklärt werden. Möglicherweise kann es sich um eine beginnende Arthrose handeln – das liegt nahe, wenn keine erkennbare Ursache für die Beschwerden ausgemacht werden kann. Häufiger liegen solche Schmerzen jedoch an Verletzungen, die vielleicht nur leichte Schmerzen verursachen, so dass man sie zunächst nicht beachtet. Eine Verletzung kann man in der Regel mit einer Ursache in Verbindung bringen, wenn man sie sich nicht im Schlaf zugefügt hat und es nicht bemerkt hätte. Selbst dann, wenn leichte Schmerzen nach einigen Tagen keine Besserung zeigen, wäre der Arztbesuch angebracht.

Veränderter Gelenkschmerz

Bei der Arthrose oder Verletzungen des Gelenks wird der Schmerz zum altbekannten Begleiter, auch wenn er medikamentös unterdrückt werden darf. Personen mit erkrankten Gelenken sollten lernen, auf ihre Schmerzen zu achten und sie bewusst wahrzunehmen. Nur auf diese Weise können sie erkennen, dass sich Schmerzen verändern – denn das ist ein Anlass für einen weiteren Arztbesuch. Gerade bei der Arthrose kann ein verändertes Beschwerdebild darauf hindeuten, dass das Gelenk sich verändert hat und die Arthrose fortgeschritten ist. Bei anderen Verletzungen deutet der andersartige Schmerz ebenfalls darauf hin, dass das Gelenk nicht so heilt, wie es sollte.

Was wird der Arzt machen?

Vor Arztbesuchen mit unbekannten Vorgängen haben nahezu alle Menschen Angst. Sie machen sich Sorgen darum, dass sie bei der Untersuchung Schmerzen erleiden könnten, ohne sich darauf vorbereiten zu können, da die Untersuchung unerwartet kommt. Grundsätzlich hat jedoch niemand etwas zu befürchten, der sich mit Gelenkbeschwerden an den Arzt wendet. Zunächst wird nur eine Anamnese erhoben und man muss schildern, wie sich die Schmerzen äußern, wann sie auftreten und wo genau sie liegen. Anschließend wird sich der Arzt das betroffene Gelenk ansehen und es mit größter Vorsicht untersuchen. Vielleicht wird eine Röntgenuntersuchung durchgeführt, bei Verdacht auf eine Entzündung wird höchstens eine Blutprobe genommen. Unangenehmer als die Blutprobe kann es jedoch bei der Untersuchung nicht werden, und auch diese wird nur bei möglichen entzündlichen Quellen genommen. Alle weiteren Untersuchungen werden zuerst abgesprochen und detailliert erläutert.

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