21. March 2019

Die Hüftdysplasie ist eine angeborene Fehlstellung der Hüfte, die bereits bei Kindern und Jugendlichen zu erheblichen Schäden des Bewegungsapparates führen kann. Dabei passen die Bestandteile des Hüftgelenks nicht zueinander und die gesamte Hüfte verliert an Stabilität, es kommt aber auch zu schmerzhaften Reibungspunkten am Becken. Schlimmstenfalls kann es dadurch zur Entwicklung einer Arthrose kommen, was jedoch von weiteren Prozessen und Entwicklungen abhängig ist. Auch andere Fehlstellungen der Hüfte, die beispielsweise zu O- oder X-Beinen führen, können schwere Schäden an den Knochen hinterlassen und arthrotische Veränderungen nach sich ziehen.

Hüftfehlstellungen und ihre Auswirkung

Fehlstellungen der Hüfte wirken sich nicht ausschließlich auf die Hüfte aus, sondern unter anderem auch aufs Kniegelenk, die Wirbelsäule und den gesamten Stabilitätsapparat des Menschen. Liegt eine Fehlstellung der Hüfte vor, ist die Stabilität des Körpers an einer empfindlichen Stelle erheblich beeinträchtigt. Zunächst ist das Becken selbst betroffen, denn seine Stabilität löst sich immer weiter auf und führt zu Stellungen der Knochen zueinander, die nicht gesund sind. Daher kommt es zu Reibungspunkten, aus denen sich eine Arthrose der Hüfte ergeben kann. Allerdings ist von der Fehlstellung die gesamte Körperhaltung betroffen. Die Kniegelenke werden anders belastet, die Wirbelsäule muss sich der neuen Haltung anpassen. Dadurch sind die Knie und die einzelnen Wirbel ebenfalls arthrosegefährdet, wenn eine Hüftfehlstellung vorliegt.

Was passiert bei der Hüftdysplasie?

Die Hüftdysplasie liegt dann vor, wenn die Oberschenkelknochen nicht in ihre Vorrichtung im Becken passen. Dadurch kann das Becken keine Stabilität entwickeln und wird sich immer weiter auflösen, wenn die Dysplasie nicht richtig erkannt und behandelt wird. Trotz Behandlung kann es jedoch zu schmerzhaften Reibungspunkten am Hüftgelenk kommen, die rasch an arthrotische Veränderungen anschließen. Dadurch, dass die Hüfte nicht richtig funktioniert, kommt es jedoch auch zu einer krankhaften Haltung der Knie, die dadurch ebenfalls einer Fehlbelastung unterliegen. Wenn die Fehlstellung bereits zu Arthrosen der Hüfte geführt hat, ist davon auszugehen, dass früher oder später auch andere Gelenke betroffen sein könnten.

Was passiert bei O- und X-Beinen?

Im weiteren Sinne können auch O- und X-Beine zu den Hüftfehlstellungen gezählt werden. Sie wirken sich allerdings nicht so sehr auf die Hüfte wie auf die Kniegelenke aus, anhand derer sie als Fehlstellung überhaupt erkennbar werden. Durch O- und X-Beine kommt es zunächst an den Kniegelenken zu Arthrose, da die Knochen ungesund und fehlerhaft aufeinander liegen und daher aneinander reiben. Auf diese Weise kann sich rasch ein Knorpelschaden ergeben, auch die Sehnen werden schnell falsch belastet und lassen Gelenkbeschwerden entstehen. Auch aus einer solchen Fehlstellung heraus können sich weitere Arthrosen ergeben, beispielsweise am Becken oder an den Wirbeln der Wirbelsäule, die ebenfalls keine gesunde Haltung annehmen können.

Was tun bei Hüftgelenksfehlstellung?

Die meisten Fehlstellungen der Hüfte werden bereits im frühen Kindesalter erkannt, bestenfalls sogar nach der Geburt. Eltern von kleinen Kindern sollten genau die Bewegungen ihres Nachwuchses im Auge behalten, da sich anhand von ersten Auffälligkeiten die meisten Fehlstellungen zeigen. Wenn sich das Kind scheinbar ungesund bewegt oder Schmerzen zu haben scheint, ist ein Arztbesuch angemessen. Auch bei älteren Kindern sind Störungen der natürlichen Bewegungsabläufe und Schmerzen erste Warnsignale. Schlimmstenfalls hat sich beim Kind bereits eine Arthrose ergeben, bestenfalls jedoch kann die Fehlstellung der Hüfte vom Kinderarzt diagnostiziert werden und es muss nicht zur Ausbildung einer Arthrose kommen – denn diese kann jederzeit verhindert werden.

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