21. May 2019

Die Diagnose Arthrose bedeutet nicht zwingend, dass man unmittelbar danach eine Operation braucht. Früher oder später werden die meisten Arthrosen operativ behandelt, da anders die Schmerzfreiheit nicht mehr zu erreichen wäre – in den Anfangsstadien helfen oft genug aber noch sanftere Eingriffe, beispielsweise die Supplementierung der Ernährung mit Aminosäuren wie Arginin und Methionin. Helfen jedoch weder Medikamente noch Eingriffe gegen die Gelenkbeschwerden, kann eine Prothese sinnvoll sein. Auf diese Weise wird man endgültig schmerzfrei, da es nach dem Einsatz des künstlichen Gelenks keine Möglichkeit mehr für Schmerzen gibt. Allerdings eignet sich nicht jede Form von Arthrose tatsächlich auch für eine Prothese.

Kniegelenke

Häufig werden bei einer schweren Arthrose Prothesen am Kniegelenk eingesetzt. Dabei werden die knöchernen Bestandteile der Gelenke an den Stellen abgetrennt, an denen der Abrieb und Verschleiß zu weit fortgeschritten ist, um eine Erhaltung des Gelenks noch sinnvoll zu machen. Anschließend können die betroffenen Knochenteile durch künstliche Prothesen ersetzt werden und das Kniegelenk bereitet keine Beschwerden mehr. Am Knie ist eine Prothese meist kein Problem, da es leicht zugänglich ist und keine Probleme bereiten dürfte. Gegen eine Prothese sprechen höchstens ein generelles, individuelles Operationsrisiko.

Hüftgelenke

Ebenfalls durch Prothesen ersetzt werden können die Hüftgelenke. Sie sind groß und besonders bei Frauen auch breit, sodass die Entwicklung und der Einsatz eines Ersatzes für ein verschlissenes Gelenk keine Probleme bereiten dürften. Neue Hüftgelenke befreien den arthrotischen Patienten ebenfalls langfristig von seinen Beschwerden, sodass er im Alltag wieder all seine gewohnten Aufgaben verrichten kann. Beim Hüftgelenk kann es allerdings vorkommen, dass Patienten im hohen Alter nicht mehr uneingeschränkt damit gehen können und auf die Hilfe eines Rollators angewiesen sind – doch das kann auch jedem anderen Menschen im hohen Alter passieren.

Wann helfen Knorpelprothesen?

Operative Verfahren werden stets so sanft wie möglich gehalten. Wenn also noch keine komplette Prothese des verschlissenen Gelenks möglich ist, sondern auch eine kleinere Operation genügen würde, um die Schmerzfreiheit zu garantieren, kann eine Knorpelprothese sinnbringender sein. Solche Prothesen lassen sich an nahezu jedem Gelenk anbringen und werden oft auch dann eingesetzt, wenn eine Prothese des ganzen Gelenks problematisch sein könnte. Die Knorpelprothese lässt sich leicht einsetzen, da sie eher klein ist und keine größeren Entfernungen von verschlissenem Knochen erfordert. Sie schaffen aber auch dann Abhilfe, wenn schlichtweg keine große, vollständige Prothese erforderlich ist.

Wann helfen Gelenkprothesen?

Eine komplette Prothese des Gelenks erweist sich dann als sinnvoll, wenn die Knochen in erheblichem Maße vom Verschleiß mitbetroffen sind. Bei der Arthrose kann es vorkommen, dass der Mensch eine Fehlstellung einnimmt oder durch einen bereits vorliegenden Sehnenschaden dazu gezwungen wird. Auch ein Knorpelschaden kann dafür sorgen, dass sich die Stellung der Knochen verschiebt und diese erheblichen Reibungsschaden mitnehmen. Ist das der Fall, macht der komplette Ersatz des verschlissenen Gelenks den größten Sinn, da dadurch auch die zerstörten Knochen langfristig ersetzt werden können. Eine Gelenkprothesen lässt sich außer an Hüfte und Knie überall dort einsetzen, wo das Gelenk gut und vor allem möglichst risikofrei zu erreichen ist. An der Schulter oder an den Fingern lassen sich beispielsweise noch Prothesen einsetzen. Deutlich schwieriger würde es im Fall eines neuen Wirbels an der Wirbelsäule. In solchen komplexen Fällen wiegt oftmals das Risiko höher und der behandelnde Arzt entscheidet sich grundsätzlich gegen eine Prothese, da dabei zu viel passieren könnte.

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