11. December 2018

Wenn die Diagnose Arthrose fällt, sind oftmals erhebliche Umstellungen der Ernährung erforderlich. Das betrifft vor allem Personen mit Übergewicht, die von nun an dafür sorgen müssen, ihre Gelenke umgehend weniger zu belasten. Allerdings kann sich auch jeder andere Mensch mit der richtigen Ernährung vor weiteren Folgen durch die Arthrose schützen und dafür sorgen, dass die Gelenke trotz der Erkrankung den alltäglichen Belastungen standhalten.

Aminosäuren für den Knorpelaufbau

Bei den meisten Formen der Arthrose hat sich ein Knorpelschaden dadurch ergeben, dass die Druckbelastung über viele Jahre hinweg zu hoch war und nun zu wenig Knorpel vorhanden ist. Wie die meisten anderen Gewebe und Stoffe des Körpers wird auch Knorpel nachproduziert: Das bedeutet, dass er wieder aufgebaut werden kann, wenn die richtigen Bausteine dafür im Körper vorliegen. Insgesamt kennt der Körper des Menschen 20 so genannte kanonische Aminosäuren, aus denen jede weitere Aminosäure synthetisiert werden kann, die der Mensch für seine Körpersubstanz braucht. Besonders wichtig für den Aufbau von Kollagen, das einen großen Teil des Gelenkknorpels ausmacht, sind die beiden kanonischen Aminosäuren Arginin und Methionin. Ob übergewichtig oder nicht – als Nahrungsergänzung eingenommen helfen sie jedem Arthrosepatienten dabei, seine Leiden langfristig zu lindern.

Arthrose und die falsche Ernährung

Eine mangelnde Versorgung mit essenziellen Aminosäuren oder anderen wichtigen Stoffen, die der Körper braucht, muss nicht zwingend zur Arthrose führen. Auch dann, wenn die Diagnose bereits gestellt wurde, werden Ernährungsgewohnheiten nicht zum Problem, auch wenn sie nicht immer gesund sind. Vielmehr ist die falsche Ernährung ein Problem, da sie schnell zum Übergewicht führen kann und dieses schließlich die Arthrose auslöst oder verschlimmert. Übergewicht entsteht vor allem dadurch, dass sich Menschen nicht gesund und sinnvoll ernähren. Fertiggerichte, pflanzliche Öle und andere Produkte der modernen Industriegesellschaft sorgen dafür, dass die betroffene Person immer mehr Gewicht zunimmt und sich dieses auf die Gelenke auswirkt, die sich schneller abnutzen. Die richtige Ernährung bei der Arthrose muss daher darauf ausgelegt sein, kein Übergewicht zu fördern, sondern das Normalgewicht zu halten, da dieses gesünder für die Gelenke ist.

Richtig abnehmen, aber wie?

Arthrosepatienten mit Übergewicht müssen umgehend nach der Diagnosestellung abnehmen. Andernfalls riskieren sie, dass sich der Zustand ihrer Gelenke rasch verschlimmert und sie bald eine Operation benötigen werden. Beim notwendigen Abnehmen kommt es darauf an, zunächst im richtigen Verhältnis zu essen. Proteine sollten überwiegen, danach folgen Kohlenhydrate und einige gesunde Fette. Die Lebensmittel, die man zubereitet, sollten möglichst frisch und unverarbeitet sein, also aus natürlicher Herstellung stammen. Fertig gewürztes Fleisch sollte beispielsweise durch natürliches Fleisch zum Selberwürzen ersetzt werden, da in fertigen Speisen oft Stoffe enthalten sind, die dafür sorgen, dass man nicht abnehmen kann. Wenn Arthrosepatienten bislang eher wenig Gemüse gegessen haben, sollten sie auch das ändern, da Gemüse viele wichtige Aminosäuren enthält und die gesündere Quelle für Kohlenhydrate ist.

Was bewirkt die richtige Ernährung?

Bei übergewichtigen Arthrosepatienten wird sich die richtige Ernährung langfristig auf die allgemeine Gesundheit auswirken. Zunächst wird das arthrotisch veränderte Gelenk nicht mehr unnötig stark belastet und kann sich erholen. Außerdem vermeiden Patienten durch den Abbau ihres Übergewichts langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit, die nicht unmittelbar mit den Gelenken zu tun hat. Ergänzungsmittel wie Aminosäuren werden nicht innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen ihre Wirkung zeigen, sie wirken sich vielmehr langfristig auf die Linderung aus und sorgen dafür, dass der Krankheitsverlauf weniger unangenehme Züge annimmt.

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