13. November 2018

Hallo, bei mir wurde eine Arthrose-Art festgestellt, die relativ ungewöhnlich ist: am Ellenbogen. Das ist deshalb ungewöhnlich, da der Ellenbogen relativ selten benutzt wird im Gegensatz zu anderen teilen des Körpers. Trotzdem ist das sehr unangenehm. Ich dachte, das bekommen immer nur ältere Menschen. Ich hatte immer stärker werdende und öfter auftretende Schmerzen im Ellenbogen, der mitunter sogar regelrecht anschwoll.  Da ich nun gerade 35 bin, und das mit dem Alter bei mir nicht in Frage kommt, fragte mich mein Arzt nach Belastungen, die ich dem Ellenbogen ausgesetzt hätte. Mir fiel beim besten willen nichts ein, da ich im IT-Bereich einer Versicherung arbeite und meistens am Schreibtisch sitze. Und in der Freizeit jogge ich höchstens. Aber nach kurzem Überlegen fiel mir dann doch eine Möglichkeit ein, die zu der Arthrose geführt haben könnte: während meiner Studienzeit, die jetzt gerade ein Jahr her ist, habe ich regelmäßig  2-3 mal in der Woche Bodybuilding betrieben, weil meine Freundin meinte, ich sähe etwas zu mickrig aus. Das hat natürlich auch viel mit Heben und Stemmen von Gewichten zu tun, und damit hätten wir dann wohl die Ursache für meine Arthrose herausgefunden.

Das ganze kann, wenn es dumm läuft, sogar bis zur Versteifung des Ellenbogens führen, das stelle ich mir als blanken Horror vor! Ich hatte aber Glück im Unglück, denn erstens war es bei mir noch nicht so weit und zweitens war nur mein rechter Arm bzw. Ellenbogen davon betroffen. Doch der Wermutstropfen kam dann doch noch in dem Gespräch, als er mir sagte, dass Arthrose nicht heilbar sei, sondern nur gelindert werden kann. Der Doktor ließ Röntgenbilder machen. Außerdem gab es noch eine Kernspintomografie. Damit wollte er ausschließen, dass er Verknöcherungen, die „im Weg“ sind, übersieht. Glücklicherweise wollte er nicht operieren, das kann nämlich bis zu einer Ellenbogenprothese gehen! Irgendwie ist es ja toll was die Medizin alles kann, aber in meinem Alter kann ich darauf wirklich verzichten. Wir einigten uns auf ganz viel Physiotherapie und die Einnahme von Aminosäuren. Die Übungen brachte mir eine Krankengymnastin bei. Das tolle ist, dass man die Übungen natürlich auch von zu Hause aus machen kann. Zuerst hatte ich mitunter richtig Schmerzen dabei, aber das Durchhalten ist wichtig, da durch die Bewegung Knorpel gebildet wird, und darum geht es ja. Auch wenn der Anlass eher traurig ist, muss ich gestehen, dass es doch etwas Spaß bringt. Man lernt auch etwas Disziplin, und das war vorher nicht meine Stärke. Heute fühle ich mich insgesamt viel besser als vor der Behandlung. Ganz große Wunder darf man nicht erwarten, aber im Laufe der Zeit ist tatsächlich eine Linderung eingetreten, die die Angelegenheit jetzt erträglich macht. Finde ich immer noch tausendmal besser als OP oder Prothese.

 

Vorheriger Bericht | Nächster Bericht