13. November 2018

Vor meinem eigentlichen Bericht muss etwas gestehen was mir mittlerweile wirklich peinlich ist: bei einer Körpergröße von 1,62m wiege ich 103 Kilo. Ursprünglich waren es sogar mal 118!!! Nicht das ihr denkt ich bin im falschen Forum gelandet, Diät oder so. Das ist aber der Grund für mein Problem mit der Arthrose im linken Knie. Aber man will so was ja nie wahr haben. Und man findet immer Gründe woran das liegt (das Übergewicht): Veranlagung, die Wechseljahre, dies und das. Mit dem abnehmen will man natürlich auch anfangen, aber erst morgen. Sport habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gemacht, kein Wunder dass die Knie nicht mehr mitmachen. Aber leider sage ich das erst jetzt.

Mein Leidensweg hat vor einem Jahr richtig angefangen: da fing nämlich an das Knie weh zu tun. Als es nicht mehr so weiter ging bin ich zum Arzt. Das hatte ich bisher immer gemieden, weil der sowieso immer nur das sagt was man nicht hören will. Da habe ich also die gleiche Einstellung wie Franz, der ja auch Arztbesuche meidet. Jedenfalls hat der Doktor festgestellt, dass ich wegen meines Übergewichts meinen ganzen Körper zu sehr belastete. Er verschrieb mir eine Diät, über die ich jetzt hier nix schreiben will, aber 15 Kilo hat sie bisher gebracht, da bin ich auch stolz drauf. Resultat vom dick sein ist das kaputte Knie und deshalb überwies er mich zu einem Orthopäden. Der sagte sofort, dass er mich operieren muss. Mir wurde ganz schlecht weil er sagte, das Knie ist schon so geschädigt, dass ich da ein kompletten Gelenkersatz brauche. Das nennt sich Doppelschlittenersatz. Es gibt auch noch einen Schlittenteilersatz aber dafür war mein Knie schon kaputt. Die Operation verlief gut, aber ich hatte Angst vor den Tagen danach , ob ich mein Knie wieder bewegen kann oder ob ich Schmerzen habe. Ich habe eine Schiene bekommen die sich langsam bewegen kann und das Knie so gebeugt und gestreckt werden kann. Weil dann doch die Schmerzen kamen gab es Schmerzmittel und ich habe Mittel gegen Trombose gekriegt damit sich das Blut nicht verstopft. Nach einigen Tagen hat mir ein Krankenpfleger geholfen und Übungen gemacht und nach einer guten Woche bin ich mit seiner Hilfe wieder die ersten Schritte auf dem Flur gegangen. Nach ein paar weiteren Tagen bin ich auch manchmal alleine gegangen natürlich nur mit Krücken. Nach zwei Monaten habe ich dann auf die ganz verzichtet. Ich mußte aber immer zur Reha, dass war aber o.k. Im Laufe eines Jahres ist das jetzt wieder ganz gut geworden. So wie früher wird das wohl nie, aber dafür habe ich gelernt jetzt etwas besser auf meinen Körper zu hören und ihn nicht mehr so zu überlasten. Das bedeutet, dass ich weiter abnehme auch wenn das langsam geht, aber ich möchte nicht eine zweite Knie-OP oder das das andere Knie operiert werden muß. Mein Tip, achtet auf euer Gewicht und die Gesundheit, dass erspart euch eine Menge Ärger.

 

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