13. November 2018

Ich bin 54 und als Frau der typische Hallux-Valgus-Patient. Die bilden aufgrund ihrer Schuhmode nämlich den überwiegenden Teil der Betroffenen. Ich war damit beim Orthopäden und der hat zu meinem großem Entsetzen dann sogar eine Arthrose im Gelenk meines großen Zehs diagnostiziert. Glück im Unglück: Die Arthrose war im absoluten Anfangsstadium. Ich habe sie mit Aminosäuren und Krankengymnastik so weit in den Griff bekommen, dass dann mein eigentliches Problem, Hallux-Valgus, operiert werden konnte. Es war nicht im Ansatz so schlimm wie ich dachte. Das Zauberwort heißt „minimal-invasiv“, ein Verfahren, bei dem gefräst wird. Klingt zwar auch nicht so vertrauenserweckend, ist aber wirklich überhaupt nicht schlimm. Die OP-Instrumente sind wirklich relativ klein, vielleicht mit Instrumenten beim Zahnarzt zu vergleichen. Der schiefe Knochen des großen Zehs wird durchtrennt und dann im geraden Winkel wieder angesetzt. Dadurch steht der „große Onkel“ nicht mehr so ab. Früher wurden Haut und Knochen in relativ großer Fläche abgelöst. Das ist heute nicht mehr der Fall, sondern es werden kleine Hautschnitte gesetzt in die die Mini-Fräsen eingeführt werden. Im Gegensatz zu früher nichts geschraubt werden muss, ist der ganze Eingriff auch wieder sprichwörtlich schnell auf den Beinen. Am zweiten Tag konnte ich schon wieder aufstehen und ganz, ganz vorsichtig die ersten Schritte wagen. Da der Eingriff superschonend für die Füße ist, schwellen die auch nicht mehr an. Man bekommt einen festen Verband und gut ist. Bestimmt gibt es auch noch andere Behandlungsmethoden, aber ich denke um eine Operation kommst du nicht herum. Und wenn schon OP, dann so eine.

 

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