11. December 2018

Wenn die Diagnose Arthrose fällt, muss entgegen landläufiger Meinung nicht sofort operiert werden. Die Entscheidung für die Behandlung fällt entsprechend dem Grad der Arthrose aus. Handelt es sich noch um leichte Spuren des Verschleißes, kann man oft mit sanfteren Mitteln Abhilfe schaffen und auf diese Weise eine Operation hinauszögern. Eine dieser Methoden ist die Bandage, die dem Gelenk mehr Stabilität geben soll. Bedingung für eine solche Behandlungsmethode ist jedoch, dass das Gelenk danach nicht sich selbst überlassen wird. Es muss nach wie vor regelmäßig vom behandelnden Arzt untersucht werden, um Verschlechterungen zu erkennen und frühzeitig einschreiten zu können.

Bandagen – wo finden sie Anwendung?

Bei der Bandage gegen Arthrosebeschwerden handelt es sich um ein wiederverwendbares medizinisches Produkt, das einfach gewaschen und neu angezogen werden kann. Die Bandage besteht aus einem stabilen inneren Aufbau, der meist aus Gummi oder einem anderen flexiblen Material gemacht ist. Auf diese Weise kann die Bandage betroffenen Gelenken mehr Stabilität geben und letztendlich dafür sorgen, dass es weniger belastet wird. Meist werden solche Bandagen am Kniegelenk eingesetzt, da sie in dieser Funktion auch anderen Erkrankungen der Knie vorbeugen sollen. Sie halten dabei die Kniescheibe fest und machen das Gelenk allgemein fester. Natürlich muss es weiterhin das Körpergewicht tragen und für die Bewegung des Menschen sorgen, doch alltägliche Tätigkeiten werden durch die zusätzliche Stabilität erleichtert. Seltener sind Bandagen für andere arthrotische Gelenke, da sie schwieriger anzufertigen sind. An gut erreichbaren Gelenken wie etwa Hand und Ellbogen lassen sie sich leicht anbringen, bei der Schulter wird es wiederum schwieriger und Bandagen für die Hüfte sind eine Herausforderung.

Was ermöglichen Bandagen?

Die Bandage gegen Arthrose soll den betroffenen Patienten nicht dazu befähigen, Höchstleistungen mit dem verschlissenen Gelenk zu erbringen. Vielmehr soll sie ihm das alltägliche Leben erleichtern und dafür sorgen, dass er sich im Alltag schmerzfrei bewegen kann. Sie sind dazu gedacht, dem Gelenk für leichte, alltägliche Aufgaben mehr Stabilität zu schenken und der Entstehung von Schmerzen vorzubeugen. Einkaufen, spazieren gehen oder den Weg zur Arbeit antreten kann man mit der Bandage auf jeden Fall. Sport, schwere Hausarbeit oder andere belastende Tätigkeiten sollte man trotzdem nicht versuchen, da die Bandage andernfalls den Schmerzen nicht mehr vorbeugen kann und man auch dann darunter leidet, wenn man sie den ganzen Tag getragen hat.

Wenn die Bandage nicht hilft

Viele Arthrosepatienten klagen darüber, dass ihre Bandage nicht wirkt und keinerlei schmerzstillenden Effekt zeigt oder nur kurz wirksam ist. Ist das der Fall, sollte man zunächst überprüfen, ob man sie richtig trägt. Vielleicht hat man sie einige Male falsch angelegt und die Schmerzen ergeben sich allein dadurch. Es kann auch sein, dass sie nicht oder nicht mehr richtig passt und deswegen ihre Wirkung verfehlt. All das sollte man vom Arzt überprüfen lassen, denn richtig eingesetzt verfehlen Bandagen ihre Wirkung nur selten. Außerdem sollte man sich selbst fragen, ob man die Bandage wirklich immer dann getragen hat, wenn sie erforderlich gewesen wäre. Vielleicht vergisst man sie ab und zu und legt sie nur sporadisch an – dann kann sie ihre Wirkung ebenfalls nicht entfalten und bleibt völlig wirkungslos. Bevor man in diesem Fall den Arzt aufsucht, sollte man darauf achten, die Bandage regelmäßig und immer dann zu tragen, wenn man sie braucht. Wenn sich dadurch schon eine positive Veränderung ergibt, hat man die Ursache gefunden.

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