11. December 2018

Die Arthrose gilt inzwischen als Volkskrankheit: Etwa zwei Drittel aller Menschen über 65 leiden bereits unter der Erkrankung, die die unterschiedlichsten Gelenke betreffen kann. Die Wahrscheinlichkeit, an ihr zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter außerdem immer weiter an. Diese Statistiken gelten jedoch nur für die Industrieländer, in denen die Arthrose tatsächlich zur großen Belastung für das Gesundheitssystem geworden ist. Die Ursachen dafür liegen nicht etwa in einer genetisch schlechteren Disposition der Bewohner begründet, sondern vor allem in deren Lebensweise.

Die Volkskrankheit Arthrose

Die Arthrose hat sich in den Industrienationen zur weit verbreiteten Erkrankung entwickelt – in den Schwellen- und Entwicklungsländern sieht die Statistik dagegen ganz anders aus. Es gibt durchaus Fälle des altersuntypischen Gelenkverschleißes, die nicht in der Schuld des Einzelnen oder in seinem Lebensstil begründet liegen, sondern aufgrund einer genetischen Veranlagung bestehen. Damit es jedoch zum Ausbruch der Erkrankung kommt, reicht die genetische Disposition alleine oft nicht aus. Weitere Faktoren, beispielsweise Übergewicht oder Sportverletzungen, sind oft nur durch das typische Leben des Industrielandbewohners möglich. Übergewicht entsteht beispielsweise durch die falsche Ernährung auf Basis von fertigen Produkten, Verletzungen etwa durch den Motorradsport oder eine andere Sportart – all das ist selten in den ärmeren Nationen. Auch Medikamente, die hierzulande eingesetzt werden und in Schwellenländern nicht verfügbar wären, können sich schädigend auf das Gelenk auswirken. Teilweise werden selbst Kinder ungewollt in eine Risikogruppe gebracht, weil sie mit Antibiotika oder anderen Substanzen behandelt werden, die die Substanz eines Gelenks angreifen können.

Ursachen der Arthrose in Industrieländern

Als Hauptauslöser der Arthrose in den Industrienationen gilt natürlich der Lebensstil. Übergewicht, Verletzungen und die Behandlung mit Medikamenten, die sich schädlich auf die Gelenke auswirken können, beispielsweise den antibiotisch eingesetzten Gyrasehemmern, gehören zum alltäglichen Leben in den Industrienationen. Oftmals sind die Gelenke der Bewohner der Industrienationen von ganz anderen Belastungen betroffen als die ärmerer Mitmenschen aus Schwellenländern. Da hierzulande der tertiäre Sektor überwiegt und ein Großteil der Berufstätigen am PC arbeitet und tippt, unterliegen beispielsweise die Fingerendgelenke einer erheblichen Belastung, die nicht nur langfristig dazu führen kann, dass die Arthrosefälle in der Industrienation sehr häufig vorkommen. Tatsächlich führt dieser Umstand auch bei jungen Erwachsenen schon zu arthrotischen Veränderungen. Neben diesen Möglichkeiten gibt es aber auch andere Erkrankungsursachen, die häufig in den Industrienationen vorkommen. Dazu gehört beispielsweise das erhöhte Lebensalter der Frau, die sich in der Statistik eines Industrielandes besonders deutlich bemerkbar macht. Frauen leben zwar nur einige Jahre länger als Männer, doch da sie bereits ein sehr hohes Alter erreicht haben, wenn dieser natürliche Vorteil zur Geltung kommt, werden arthrotische Erkrankungen natürlich wahrscheinlicher zum Problem für sie – schließlich steigt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit immer weiter.

Behandlung in den Industrieländern

Personen mit arthrotisch veränderten Gelenken in den Industrieländern haben das Glück, einen medizinisch hochentwickelten Standort genießen zu können. Die hiesige Medizin konzentriert sich bei der Heilung der Arthrose darauf, dem Patienten die langfristige Schmerzfreiheit zu ermöglichen und dafür zu sorgen, dass das arthrotisch veränderte Gelenk möglichst nie wieder Probleme bereitet. Auch erhebliche Veränderungen können erkannt und effektiv behandelt werden, da sämtliche erforderlichen Mittel und Methoden zum Standard der Medizin der Industrieländer gehören. Ferner wird in den Industrienationen beständig Forschung rund um das Thema Arthrose beschrieben, sodass davon auszugehen ist, dass immer wieder neue Entwicklungen auf den Markt einströmen werden.

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