11. December 2018

Die Arthrose tritt nicht nur beim Menschen auf, sondern auch bei vielen Tieren. Betroffen sind vor allem Säugetiere, bei anderen Wirbeltieren sind Fälle von Arthrose entweder sehr selten oder nicht bekannt. Die Arthrose hat ähnliche Ursachen wie beim Menschen und wird auch nahezu gleich behandelt. Je nach Tierart unterscheiden sich jedoch Symptome, Auswirkungen und Behandlung voneinander, auch die Ursachen der tierischen Arthrose können unterschiedlich sein.

Betroffene Tiere

Von der Arthrose eines Gelenks kann grundsätzlich jedes Tier betroffen sein, dessen Gelenk aufgebaut ist wie das menschliche Pendant. Wichtige Bestandteile sind die Knochen, die Muskeln und die Sehnen sowie der dazwischenliegende Gelenkknorpel. Außerdem sind Tierarten häufiger betroffen, die durch ihren Einsatz einer starken Belastung unterliegen. Sportpferde entwickeln beispielsweise im Laufe ihres Lebens häufig Gelenkprobleme, die als Arthrose bezeichnet werden können. Auch genetisch vorbelastete Tiere wie Hunde und Katzen, bei denen häufig die Hüftdysplasie zum Problem wird, sind anfälliger für eine Arthrose. Gelenkarthrosen sind aber auch schon bei Kühen, Eseln und anderen ähnlichen Nutztieren beobachtet worden.

Symptome und Ursachen bei Pferden

Die Arthrose beim Pferd macht vor allem den Besitzern wertvoller Sportpferde zu schaffen. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Sportpferde früher oder später ausscheiden müssen, weil ihre Gelenke die Belastung nicht mehr aushalten. Spring-, Renn- und Militarypferde sind dabei stärker betroffen als etwa das Dressurpferd, denn bei der Springbewegung und dem schnellen Galopp beim Pferderennen werden die Gelenke des Pferdes tonnenschwer belastet. Die Gelenkarthrose beim Pferd äußert sich darin, dass das Tier wenig bewegungsfreudig wird und deutlich die Körperstelle zu entlasten versucht, an der die arthrotische Veränderung aufgetreten ist – am häufigsten sind die Knie- und Sprunggelenke oder die Hüfte betroffen. Der Gang des Pferdes kann unsicher wirken, vor allem aber lässt der Bewegungsdrang des Tieres nach und es leistet beim Reiten häufiger Widerstand. Weigert es sich beispielsweise, in eine schnellere Gangart zu wechseln, zu springen oder überhaupt loszulaufen, spricht das deutlich für eine Arthrose.

Symptome und Ursachen bei Hunden und Katzen

Hunde und Katzen sind häufig von der Hüftdysplasie betroffen – dabei handelt es sich um die krankhafte Veränderung des Hüftgelenks. Dadurch verändert sich auch das Belastungsverhältnis des Gelenks, das im gesunden Tier unproblematisch ist. Wenn sich bei Hunden und Katzen ein kratzendes, schabendes Geräusch bei der Bewegung feststellen lässt, ist der Tierarztbesuch angebracht, da es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Hüftdysplasie mit begleitender Arthrose handelt. Hunde zeigen sich bei der Arthrose wenig bewegungsfreudig und wollen vielleicht gar nicht mehr freiwillig nach draußen. Sie bleiben dicht bei ihrem Besitzer und entfernen sich praktisch nicht mehr von ihm. Treppensteigen und Sprünge sind Bewegungen, die für den Hund nahezu unmöglich werden oder die er nur mit großen Schmerzen bewältigen kann. Außerdem kann es vorkommen, dass der Hund lahmt. Ähnliche Symptome zeigen sich bei der Arthrose der Katze. Beim Stubentiger wird vor allem seine verringerte Sprungfreudigkeit auffallen. Sprünge, die er früher gemeistert hat, sind ihm nun zu anstrengend und er verzichtet auf sie. Viele Katzen nehmen nur noch sehr niedrige Sprünge, die ihre Körpergröße kaum übersteigen. Sie bewegen sich ebenfalls kaum noch und zeigen oft einen instabil wirkenden Gang. Wenn die Arthrose der Katze Schmerzen bereitet, kann sie aggressiv werden und ihre Menschen durchaus auch kratzen oder beißen, um sie von sich fernzuhalten.

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