11. December 2018

Die Arthrose gilt als klassische Seniorenkrankheit, da sie sich meist mit zunehmendem Alter manifestiert. Die Wahrscheinlichkeit, im höheren oder hohen Alter an der Arthrose zu erkranken, nimmt mit jedem Lebensjahr zu. So sind rund zwei Drittel aller Menschen ab 65 bereits vom altersunüblichen Gelenkverschleiß betroffen. Ältere Personen haben sich meist im Laufe des Lebens arthrotische Veränderungen zugezogen oder dafür gesorgt, dass sie entstehen konnten – wenn auch unwissentlich.

Arthrose im Alter

Die meisten Arthrosen manifestieren sich erst spät im Leben, weshalb die Erkrankung als typische Seniorenkrankheit gilt. In den meisten Fällen halten die gesunden Gelenke der schlechten Belastung jahrelang stand, bevor sie schließlich Veränderungen zeigen. Da die meisten Menschen mit Gelenkverschleiß früher völlig gesund gewesen sind, sind ihre Gelenke widerstandsfähig und waren dazu in der Lage, in jungen Jahren Belastungen zu verkraften, auch wenn sie ihnen nicht gut getan haben. Gelegentlich manifestieren sich Arthrosen im Alter aber auch durch andere Erscheinungen und Erkrankungen. Die rheumatoide Arthritis beispielsweise tritt ebenfalls häufig mit zunehmendem Alter auf und kann rasch die so genannte aktivierte Arthrose auslösen, eine entzündliche Form der herkömmlichen Erkrankung. Auch ältere Frauen und Männer mit Osteoporose können über mehrere Zwischenprozesse an Arthrose erkranken, wobei die Osteoporose fast nur im höheren Alter auftritt.

Was tun bei Altersarthrose?

Ältere Menschen sollten sich möglichst früh um einen Arzttermin kümmern, wenn sie Gelenkschmerzen entwickeln, die sich nicht spontan wieder bessern. Denn bei Gelenkbeschwerden im Alter liegt immer eine Arthrose nahe, auch wenn man sich keiner Vorerkrankungen bewusst ist, durch die sie einhergehen könnte. Jahrelange berufliche Fehlbelastung oder riskante Sportarten könnten sie ebenfalls provoziert haben. Der Arzt kann feststellen, ob eine Arthrose vorliegt. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser kann ihr auch im Alter noch vorgebeugt werden. Es können beispielsweise kleinere ambulante Eingriffe vorgenommen werden, um dafür zu sorgen, dass die Erkrankung das Gelenk nicht weiter unkontrolliert schädigen kann, gelegentlich reichen auch schon Bandagen oder andere sanfte Methoden. In Eigenverantwortung kann man auch für eine ausreichend aminosäurehaltige Ernährung sorgen. Aminosäuren, beispielsweise Arginin und Methionin, sind am Wiederaufbau des Gelenkknorpels beteiligt und können beim Knorpelschaden langfristig ebenfalls Abhilfe schaffen.

Arthrose im Alter – worauf muss man achten?

Ältere Menschen gelten als weniger belastbar als jüngere Generationen. Das gilt natürlich nicht für alle, sollte aber insbesondere dann beherzigt werden, wenn eine Arthrose diagnostiziert wurde. Dann sind sie umso schonungsbedürftiger und sollten sich auch selbst keine großen Belastungen mehr zumuten. Je nach betroffenen Gelenken müssen sie selbst darüber entscheiden, ob sie Aufgaben im Haushalt oder bei der Arbeit noch bewältigen können. Tätigkeiten, die das arthrotische Gelenk stark beanspruchen, sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Ferner müssen ältere Menschen auf Veränderungen der Arthrose achten. Wenn sie bei einer neuen Bewegung Schmerzen verspüren, sollten sie am besten umgehend zum Arzt gehen und abklären lassen, ob sich die Arthrose verschlimmert haben könnte.

Sind ältere Frauen öfter betroffen?

In den Statistiken über Arthrose bei älteren Personen wird man bemerken, dass vor allem Frauen im sehr hohen Alter betroffen zu sein scheinen – ihre Fälle überwiegen die der Männer oft in extremem Maße. Das liegt allerdings nicht daran, dass Frauen prinzipiell häufiger erkranken. Vielmehr haben Frauen eine höhere Lebenserwartung und erreichen daher öfter hohe Altersgruppen, in denen es schlichtweg nur noch wenige Männer gibt. Daher mag die Zahl der alten arthrotischen Frauen auffallend hoch wirken.

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