11. December 2018

Ein großer Teil der arthrotischen Erkrankungen gehen entweder mit einem Sehnen- oder Knorpelschaden einher. Auch dann, wenn Muskeln und Sehnen des betroffenen Gelenks verletzt sind, liegen fast immer auch Störungen des Gelenkknorpels vor. Er unterliegt durch den alltäglichen Einsatz des Gelenks starken Belastungen und kann sich daher schneller abnutzen, als er nachproduziert wird. Glücklicherweise gehört Gelenkknorpel jedoch zu den Gewebsstrukturen des Körpers, die wieder nachgebildet werden können, auch wenn sie sich laufend abnutzen. Beim Aufbau helfen Aminosäuren, die durch die Nahrung aufgenommen werden, vor allem Arginin und Methionin.

Was sind Aminosäuren?

Die Aminosäure ist ein Bestandteil eines Proteins und bestimmt dessen Aufbau. Jedes Protein lässt sich in viele verschiedene Aminosäuren aufspalten, aus dem sich wiederum neue Proteine synthetisieren lassen. Solche Prozesse passieren im menschlichen Körper laufend – auf diese Weise erneuert er ständig seine Substanz und sorgt dafür, dass alte Gewebsstrukturen durch neue ersetzt werden, wenn sie ihrer Arbeit nicht mehr richtig nachkommen können. Der Körper des Menschen kennt 20 Aminosäuren, die er zwar nicht selbst herstellen kann, die er allerdings für jedes körpereigene Protein braucht. Arginin und Methionin sind zwei dieser Aminosäuren und sind insbesondere am Aufbau von Strukturen beteiligt, die im Knorpel des Gelenks enthalten sind. Hier bekommen Sie weitere Informationen über Nahrungsergänzungsmittel mit Aminosäuren.

Aminosäuren bei Arthrose

Die Gabe von Aminosäuren bei Arthrose ist kein Heilmittel. Allerdings können sich Arginin und Methionin positiv auf die Genesung auswirken und dafür sorgen, dass es dem Patienten einiger Zeit nach der Einnahme etwas besser geht. Gemeinsam mit der Beobachtung und Behandlung durch den Haus- oder Facharzt unterstützen die zusätzlichen Aminosäuren den Körper dabei, den Knorpelschaden zu beheben und neues Knorpelgewebe aufzubauen. Natürlich kann der Körper nur entsprechend seiner Kapazitäten neue Knorpelschichten bilden – erreicht er seine Grenzen, helfen auch Aminosäuren in großen Mengen nicht mehr. Häufig allerdings ist davon auszugehen, dass ein Mangel an Aminosäuren wie Arginin und Methionin vorliegt. Diesen kann der Patient beheben, indem er parallel zur ärztlichen Behandlung ein Ergänzungsmittel einnimmt und so dafür sorgt, dass sein Körper mit allem versorgt ist, was er braucht, um für das erkrankte Gelenk zu sorgen. Denn schließlich kann auch dann keine neue Knorpelschicht aufgebaut werden, wenn der Körper keine Bausteine in ausreichender Menge dafür zur Verfügung hat. Hier bekommen Sie weitere Informationen über Nahrungsergänzungsmittel mit Aminosäuren.

Sind Aminosäuren gefährlich?

Nahezu jedes Medikament hat Nebenwirkungen, so dass man bedachtsam damit umgehen muss. Bei den Aminosäuren handelt es sich aber nicht um Medikamente, sondern um Nahrungsergänzungsmittel, die vor allem als wichtige Bestandteile der alltäglichen Ernährung vorkommen. Arginin und Methionin nimmt der menschliche Körper täglich in größeren Mengen auf. Erhält er mehr davon, um sich bei einer Arthrose besser selbst helfen zu können, ist das völlig ungefährlich. Überdosieren kann man aminosäurehaltige Ergänzungsmittel nicht, da die aufgenommenen Aminosäuren bei Zufuhr in größerer Menge schlichtweg in den Zellen verbleiben und früher oder später für andere Prozesse verwertet werden. Weder Arginin noch Methionin haben Nebenwirkungen, da es sich nicht um medizinische Wirkstoffe handelt. Hier bekommen Sie weitere Informationen über Nahrungsergänzungsmittel mit Aminosäuren.

Aminosäuren und Medikamente

Prinzipiell spricht nichts dagegen, bei einer Arthrose Aminosäuren einzunehmen, auch wenn man nebenbei noch Medikamente nehmen muss. Da diese ohnehin mit Aminosäuren in Berührung kommen, die jederzeit im Körper vorhanden sein müssen, wird ihnen etwas zusätzliches Arginin oder Methionin rein gar nichts anhaben können. Wenn man sich unsicher ist, kann man sich natürlich trotzdem mit dem behandelnden Arzt absprechen und sich von diesem grünes Licht holen, bevor man mit der Aminosäure-Therapie beginnt. Weitere Informationen.

Comments are closed.