21. May 2019

Die Akupunktur ist eine sanfte, fernöstliche Heilmethode, die auch heute noch gerne eingesetzt wird. Sie dient meist der Behandlung von Schmerzen oder unspezifischen Beschwerden, kann aber auch gezielt zur Behandlung der Arthrose eingesetzt werden. Ein Ersatz für die reguläre medikamentöse Therapie kann die Akupunktur aber oftmals nicht sein. Richtig angewandt kann sie langfristig jedoch für eine erhebliche Besserung der Gelenkbeschwerden sorgen und eine Unterstützung in der Schmerztherapie darstellen.

Was leistet die Akupunktur?

Die Akupunktur muss bei der Arthrose über einen längeren Zeitraum, meist über 2 Monate hinweg, regelmäßig angewandt werden. Im Laufe dieser Zeit kann sich der Körper den Veränderungen anpassen und das Gelenk wird im besten Fall relativ schmerzfrei. Die meisten Patienten nehmen auch während der Akupunktur noch Schmerzmittel ein, der Verbrauch geht jedoch zurück und einige brauchen sie sogar gar nicht mehr. Das macht die Akupunktur zu einer idealen, sanften Begleitbehandlung, die sich vor allem an diejenigen Patienten richtet, die der Schulmedizin nicht trauen möchten. Gerade unter den vornehmlich älteren Patienten mit Arthrose lässt sich ein großes Interesse an alternativen Heilmethoden beobachten.

Worauf basiert die Akupunktur?

Hinter der Akupunktur steckt die Annahme, dass der Mensch über Lebensenergien verfügt, die auf Längsbahnen durch den Körper fließen. Diese Bahnen werden als Meridiane bezeichnet. Werden sie an den richtigen Stellen punktiert, kann der gestörte Fluss der Lebensenergie wieder in die richtige Bahn gelenkt werden. Die entsprechenden Punkte für die Akupunktur liegen allerdings nicht auf der Haut, sondern darunter, weshalb feine Nadeln benötigt werden. Sie erreichen die Punkte und können sie berühren, sodass die gestörten Energien wieder in den korrekten Fluss gebracht werden können.

Die Wirksamkeit der Akupunktur

Obwohl sich immer mehr Menschen den alternativen medizinischen Methoden zuwenden, sind viele skeptisch. Die meisten Bedenken sind in der Tat nicht ungerechtfertigt, denn ein großer Teil der alternativen Methoden beruht auf Annahmen, die heutzutage als veraltet gelten. Auch bei der Akupunktur sollte man sich dessen bewusst sein, dass man nicht auf die Ursprünge setzen sollte, sondern auf die in Studien bewiesene Wirksamkeit. Gerade bei der Akupunktur gibt es solche Studien, viele davon wurden gezielt mit Arthrosepatienten durchgeführt. Vor allem bei der Arthrose des Kniegelenks hat sich die Akupunktur als wirksam erwiesen, auch andere Formen der Arthrose lassen sich dadurch deutlich erträglicher machen. Wichtig für die Wirksamkeit ist jedoch die richtige Anwendung der Nadeln. Sie werden entgegen landläufiger Meinung nicht lediglich auf die Haut aufgesetzt, sie müssen vielmehr Punkte im Körper erreichen. Dafür sollte der Arzt oder Heilpraktiker die Nadel an einigen Körperstellen etwas tiefer einführen, andernfalls wird sich keinerlei Wirkung zeigen.

Schmerzfrei durch Akupunktur

Patienten mit Arthrose werden durch die Akupunktur nicht lebenslang schmerzfrei. Die Behandlung eignet sich auch nicht als Ersatz für die regelmäßige Kontrolle der Erkrankung durch den behandelnden Facharzt. Allerdings kann die Akupunktur dafür sorgen, dass man für einige Zeit deutlich weniger Gelenkschmerzen hat als sonst. Die Anwendung sollte über mindestens zwei Monate oder acht Wochen gehen, damit sie sich als effektiv erweisen kann. Danach kann der Patient bei richtiger Anwendung der Nadeln damit rechnen, für mindestens ein halbes Jahr deutlich weniger Schmerzmittel zu brauchen und den Organismus zu schonen.

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